Nr. 11 (2025): Jedenasty numer – Zaranie Śląskie. Seria druga

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Wie erinnern sich Gesellschaften? Dank der Bemühungen von Historikern oder aufgrund des Phänomens des sozialen Gedächtnisses? Oder greifen diese Prozesse ineinander? Als Beispiel für das Überlagern zweier Formen der Rekonstruktion der Vergangenheit kann die Reflexion über die Ereignisse gelten, die sich in der Region nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs ereigneten und die als Oberschlesische Tragödie bezeichnet werden. Ein eindrucksvolles Beispiel hierfür ist die Aufzeichnung der Podiumsdiskussion, die am 6. März 2025 anlässlich des 80. Jahrestages dieser tragischen Ereignisse in der Schlesischen Bibliothek stattfand. Diesen Fragen sind auch zwei weitere auf unseren Seiten veröffentlichte Texte gewidmet: eine Beschreibung von Racibórz, das Anfang 1945 praktisch von den Sowjets besetzt war, sowie eine Rezension des Buches Wendepunkt. Ein Gespräch über das Jahr 1945 in Oberschlesien von Sebastian Rosenbaum und Bogusław Tracz.

Es gibt jedoch Themen, die im gesellschaftlichen Gedächtnis nicht überdauert hätten, wenn es nicht vor allem die mühsame Arbeit von Forschern und Wissenschaftlern aus verschiedenen Disziplinen gegeben hätte. In der diesjährigen Ausgabe können sich die Leserinnen und Leser mit den Ergebnissen der Arbeit von Archäologen, Kunsthistorikern sowie Historikern vertraut machen, die sich mit der Geschichte des Schulwesens, dem sozial-ökonomischen Leben und den Veränderungen des Raums der schlesischen Agglomeration befassen. Neben diesen vielfältigen Darstellungen der Region, die über die Grenzen Oberschlesiens hinausreichen, findet sich zudem eine Polemik rund um den zuletzt populären Begriff der Volksgeschichte – einer weiteren Form der Beschreibung der Vergangenheit.

Veröffentlicht: 2025-12-30

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